Partien und Turnierberichte
Montag, 13. April 2009Kein Stockerlplatz für Österreichs SeniorenAutor: (F.R.), presse@schachportal.at
In Velden ist am Ostermontag die 11. Europäische Senioren-Mannschaftsmeisterschaft im Schach mit dem Sieg Russlands zu Ende gegangen. Die russischen Senioren sind schon vor der Schlussrunde als Sieger festgestanden, haben nach dem 2,5:1,5- Sieg gegen Tschechien 17 Punkte von 18 möglichen eingeheimst. Um die Plätze 2 und 3 gab es im Casineum aber noch bis zuletzt ein Gerangel zwischen mehreren Mannschaften, darunter Österreich und Deutschland. Die beiden Nachbarn trafen in der 9. Runde aufeinander und trennten sich 2:2 unentschieden, was für beide Mannschaften einen Endstand von 13 Matchpunkten bedeutete. Die Schweiz mit Viktor Kortschnoi besiegte Dänemark mit 2,5:1,5 und wurde mit 14 Punkten Zweiter. Das Rennen um den verbleibenden Stockerlplatz wurde zwischen vier punktegleichen Mannschaften durch die Feinwertung entschieden – und da hatten die finnischen Senioren (3:1 gegen Leipzig) die Nase vorne, vor den Katalanen (3:1 gegen Italien), den Deutschen und den Österreichern. Das einzige Team, das dem Sieger Russland einen Punkt abtrutzen hatte können, kam somit nicht einmal unter die Top Fünf.

Bildunterschrift: Das erfolgreiche Team aus Russland
Die Mannschaft Kärnten I liegt in der Abschlusstabelle auf Rang 30., ASKÖ Finkenstein auf 35 (Gallob & Co. erhielten u.a. einen Preis in der Kategorie „Rangverbesserung“), Admira Villach auf Platz 37, das Team Carinthia auf Platz 41 und am Tabellenende liegt Lienz als Vorletzter vor den Kärntner Damen auf dem 54. und letzten Platz. Erfolgreichster Einzelspieler des Turniers wurde Viktor Kortschnoi mit 7,5 Punkten auf Brett 1. Beachtlich ist die Leistung des Admiraners Hans Turian: Von allen Brett-Zwei-Spielern wurde er mit 6,5 Punkten Dritter. Beste Dame des Turniers wurde Helga Stangl aus Klagenfurt.
Bei der Siegerehrung wurden neben den bestplatzierten Teams, den Rangverbesserungen der Teams gegenüber der Startrangliste und den besten Einzelspielern auf den einzelnen Brettern auch die besten Spieler über 75 Jahren („Nestoren“) ausgezeichnet: V. Kortschnoi vor E. Vasiukov, A. Dückstein und Otto Rost van Tonningen. Letzterer sprach den Organisatoren lobende Worte aus und hoffte auf ein Wiedersehen in Velden.
Besonders geehrt wurden auch die drei ältesten Spieler des Turniers: Horst Müller (Jahrgang 1923) aus Dresden, Peter Grasser (Jahrgang 1926) aus Spittal und Andreas Dückstein (Jahrgang 1927) aus Wien.
Wie Manfred Mussnig vom Schiedsrichterteam abschließend feststellte, habe es während des gesamten Turniers keine Probleme am Brett gegeben, sportlich-fair sei die Veranstaltung verlaufen. Und eine Statistik zum Schluss: 318-mal hat Weiß gewonnen, 264-mal Schwarz, in den restlichen ca. 400 Partien wurden die Punkte geteilt.
Der Kärntner Schachverband bedankt sich bei den Vereinen SK Lienz, Admira Villach, Maria Saal, Feldkirchen und St. Veit für die Bereitstellung der Spielmaterialien.
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Sonntag, 12. April 2009Die Runde 8 im ÜberblickAutor: (F.R.), presse@schachportal.at
Russland steht als neuer Schach-Senioren-Europameister fest. Die vier Großmeister Tseshkovsky, Vasiukov, Pushkov und Chernikov besiegten am Ostersonntag in Velden die Schweiz mit 3,5:0,5. Tseshkowsky rang Viktor Kortschnoi in einer sehenswerten Partie nieder. Dies ist die erste Niederlage für „Viktor, den Schrecklichen“, wie Kortschnoi in der Schachszene genannt wird, in Velden, wo er bereits 1980 einen Kandidatenwettkampf gegen Tigran Petrosjan bestritt und damals keine Partie
verlor.
Russland steht mit 15 Punkten vor der Schlussrunde am Ostermontag (Beginn 9.30 Uhr) als Mannschafts-Europameister fest. Das Rennen um die Medaillen bleibt hingegen offen: Die Schweiz, Österreich und Deutschland haben 12 Punkte, dahinter lauern der entthronte Titelverteidiger Tschechien, Finnland, Dänemark, Katalonien und Leipzig mit je 11 Punkten.
Fix ist der letzte Platz für die Kärntner Damen, die internationale Konkurrenz war doch zu stark. Kärnten I und Finkenstein siegten. Das Team Carinthia spielte unentschieden.
Ergebnisse der 8. und vorletzten Runde (Auswahl):
Russland-Schweiz 3,5:0,5 (Tseshkovsky-Kortschnoi 1:0, Vasiukov-Vucenovic Remis, Pushkov-Hohler 1:0, Chernikov-Glauser 1:0)
Dänemark-Österreich 2:2 (Sloth-Danner, Brinck-Claussen-Wittmann, Jorgensen-Janetschek, Grabow-Roth – alle Remis)
Niedersachsen-Admira Villach 2:2 (Clemens-Bergen Remis, Dornieden-Turian Remis, Durst-Grom 1:0, Peleikis-Kummer 0:1)
Kärnten-Schweden III 2,5:1,5 (Bürger-Wademark Remis, Töfferl-Hallerod 1:0, Puff-Sterner Remis, Raschun-Andersson Remis)
ASKÖ Finkenstein-Mixed Team Austria 3:1 (Scholvin-Ager 1:0, Gallob J.-Proksch Remis, Melcher-Isopp Remis, Gallob A.-Grasser 1:0)
Carinthia-Freibauer Niedersachsen 2:2 (Hicker-Niebuhr Remis, Peierl-Hellwege 0:1, Morze-Jürgens Remis, Wernig-Fritsch 1:0)
Kärnten Damen-Schweden III 0:4 (Kopinits-Sandklef, Leitner-Ohrn, Stangl-Nystrom, Edlinger-Aberg – alle 0:1)
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Team Auslosung Runde 9
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GM Markus Ragger kommentiert die Partie des Tages
Samstag, 11. April 2009Die Runde 7 im ÜberblickAutor: (F.R.), presse@schachportal.at
Russland siegt bei der Senioren-Mannschaftseuropameisterschaft im Schach in Velden weiter, in der 7. Runde am Karsamstag gegen die Senioren des deutschen Bundesligavereins SF Katernberg 1913. Die Schweiz besiegte die Schachgemeinschaft Leipzig. Viktor Kortschnoi am Einser-Brett der Schweiz ist jetzt mit 6,5 Punkten alleiniger Führender in der Einzelwertung. Morgen (Sonntag) kommt es zum Duell Russland gegen die Schweiz. Von der Brisanz, die ein Antreten des Exil-Russen Kortschnoi gegen eine russische Mannschaft während des Kalten Krieges hatte, wird wohl nichts mehr zu spüren sein. Zu verschenken haben aber beide Mannschaften nichts, schließlich geht es um den Titel und es sind nur noch zwei Runden zu spielen.
Österreich hat sich mit einem Sieg über Finnland wieder auf Rang drei vorgekämpft. Die Mannschaft Kärnten I hat gegen Belgien verloren, Admira Villach und ASKÖ Finkenstein haben ihre Begegnungen gewonnen, das Team Carinthia und die Kärntner Damen hatten wieder das Nachsehen. Hans Turian von der Admira ist mit 5,5 Punkten übrigens unter den Top-Ten-Spielern der Einzelwertung.
Die 54 Mannschaften haben noch zwei Runden zu spielen. Kärnten liegt in der Tabellenmitte, knapp dahinter die Admira und Finkenstein. Carinthia und die Damen sind im letzten Tabellenfünftel zu finden.
Ergebnisse der 7. Runde (Auswahl):
SF Katernberg – Russland 1:3
SG Leipzig – Schweiz 0,5:3,5
Österreich – Finnland 2,5:1,5 (Danner-Westerinen 0:1, Wittmann-Kanko 1:0, Janetschek-Hurme remis, Roth-Kivipelto 1:0)
Belgien – Kärnten I 3:1 (Rooze-Bürger 1:0, Van Herck-Töfferl remis, Maes-Puff 1:0, Hajenius-Raschun remis)
Admira Villach – V.A.S. Amsterdam 2,5:1,5 (Bergen-Ghijsen remis, Turian-Oud 1:0, Grom-Holsteijn remis, Hasberger-Van Dongen remis)
Mixed Team Austria – Carinthia 2,5:1,5 (Ager-Hicker remis, Proksch-Peierl 1:0, Isopp-Morze remis, Dietrich-Wernig remis)
Schweden III – ASKÖ Finkenstein 1,5:2,5 (Sandklef- Scholvin remis, Ohrn-Gallob J. remis, Nystrom-Melcher remis, Aberg-Gallob A. 0:1)
Kärnten Damen – Norwegen IV 0:4 (Kopinits-Kristiansen, Leitner-Johanssen, Edlinger-Nilsen, Quinz-Johansen – alle 0:1)
Allgemeine Info: Es spielen sowohl Nationalmannschaften, Regionalauswahlen und Vereinsteams, Männer über 60, Frauen über 50 Jahre; für die Tabelle zählen Matchpunkte (2 für Sieg, 1 für Unentschieden), ausgezeichnet werden auch die besten individuellen Leistungen.
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GM Markus Ragger kommentiert die Partie des Tages
Freitag, 10. April 2009Schwerer Rückschlag für Team ÖsterreichAutor: (F.R.), presse@schachportal.at
Einen Rückschlag hat in der 6. Runde die österreichische Auswahl erlitten. Gegen die Schweiz setzte es eine 1:3-Niederlage. Auf Brett eins verlor Georg Danner gegen Viktor Kortschnoi zuerst einen Bauern und dann die Partie. Wittmann und Janetschek remisierten, Roth verlor in Zeitnot. Russland besiegte Wien mit 2,5:1,5. Die Russen sind auf Titelkurs, sie führen nach sechs von neun Runden mit elf Punkten. Österreich ist auf Rang fünf zurückgefallen und hält bei neun Punkten. Das Senioren-Nationalteam trifft am Karsamstag auf die Finnen, die heute Tschechien besiegt haben. “Finnland - Tschechien 3:1″ ist übrigens kein Eishockeyresultat.
Bildunterschrift: GM Viktor Kortschnoi bei der Analyse mit IM Georg Danner.
Kärnten remisierte mit den Senioren der Deutschen Bahn (Stiftung Bahn-Sozialwerk/DBAG I) und liegt an der 20. Stelle. Thomas Bürger & Co. treffen am Karsamstag auf Belgien. Admira Villach kam gegen Widukind mit 1:3 unter die Räder, Finkenstein und Lienz trennten sich unentschieden 2:2. Das Team Carinthia besiegte Norwegen 4 mit 2,5:1,5 und die Kärntner Damen hatten gegen die Stiftung Bahn-Sozialwerk/DBAG II mit 0,5:3,5 Punkten das Nachsehen.
Auf kaernten.orf.at analysiert GM Markus Ragger die Partie des Tages. Als Betreuer der Kärntner Teilnehmer an den österreichischen Jugendmeisterschaften in Fürstenfeld hat Ragger auch von dort einen Erfolg für das Kärntner Schach zu vermelden: Daniel Hartl vom SK Feistritz-Paternion ist U-16 Staatsmeister!
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GM Markus Ragger kommentiert die Partie des Tages
Donnerstag, 9. April 2009Die Runde 5 im ÜberblickAutor: (F.R.), presse@schachportal.at
Österreich und Russland trennten sich am Donnerstag 2:2 unentschieden. Alle vier Partien der Begegnung endeten remis. Am Längsten zu kämpfen hatten Walter Wittmann und Nikolai Pushkov - ihre Partie ging als Letzte von allen 108 Partien im Casineum zu Ende. Gleichfalls unentschieden mit vier Punkteteilungen endete Schweiz gegen Deutschland. Viktor Kortschnoi gab somit erstmals im Verlauf des Turniers einen halben Punkt ab. Am Karfreitag trifft Österreich auf die Schweiz, Russland auf die Wiener Auswahl mit dem Klagenfurter Heimo Titz.
Der Erfolgslauf der Mannschaft Kärnten I endete gegen die Sportfreunde Katernberg aus Deutschland. Heimo Töfferl, Leo Puff, Gerhard Raschun und Herbert Gaug verloren allesamt ihre Partien. Finkenstein machte gegen den sächsischen Klub Widukind zumindest einen halben Punkt durch Josef Gallob sen. ESV ASKÖ Admira Vilach konsolidierte sich mit einem 2,5:1,5 gegen Schweden III. Das Team Carinthia verlor gegen Helsinki I mit 1:3, den einzigen Punkt erzielte Günther Brunner. Die Kärntner Damen kamen gegen Norwegen III ebenfalls mit 1:3 unter die Räder. Den vollen Punkt holte Helga Stangl.
Bildunterschrift: Nicht nach Bled fuhr Viktor Kortschnoi. Er stand in einem Interview der Austria Presse Agentur und dem Kärntner Schachjournalisten Alfred Eichhorn Rede und Antwort.
Für jene, denen der Wörthersee nicht genug ist, ging es dann im Rahmenprogramm an den See von Bled in Slowenien. Wie es bei der Verkostung der weltberühmten Slowenischen Kremschnitten zugegangen ist, werden wir wohl erst morgen in Erfahrung bringen.
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GM Markus Ragger kommentiert die Partie des Tages
Mittwoch, 8. April 2009Knappe Siege in Runde 4 – und ein leergeräumtes BuffetAutor: (F.R.), presse@schachportal.at
Am Donnerstag kommt es zum Duell der Führenden – und die heißen Russland und Österreich. Diese beiden Teams halten nach vier Runden als Einzige beim Punktemaximum von acht Matchpunkten. Die österreichischen Senioren haben am Mittwoch im Casineum Titelverteidiger Tschechien mit 2,5:1,5 besiegt, Russland hat Deutschland mit dem gleichen Ergebnis in die Schranken gewiesen. Auch die Schweiz siegte gegen Finnland mit 2,5:1,5. Viktor Kortschnoi erzielte dabei den vierten Sieg im vierten Spiel. Eine solch weiße Weste haben nur noch zwei weitere Teilnehmer: Vitaly Tseshkovsky am ersten Brett von Russland und der Österreicher Georg Danner.
Die österreichischen Senioren spielen übrigens fast in der gleichen Aufstellung wie 1986 als Nationalteam bei der Schacholympiade in Dubai. Nur Josef Klinger fehlt in Velden, er wäre für eine Senioren-EM natürlich noch viel zu jung.
Angesichts des Kampfes um die Tabellenführung ging das beachtliche Abschneiden der Mannschaft Kärnten I fast etwas unter. Heimo Töfferl, Leo Puff, Gerhard Raschun und Herbert Gaug (Thomas Bürger setzte diesmal aus) besiegten die Auswahl von Sachsen-Anhalt und liegen unter den 54 teilnehmenden Teams auf Platz 10. Das bedeutet für Donnerstag einen Auftritt auf Tisch 4 gegen die starke Seniorenmannschaft des deutschen Bundesligisten (2. BL-West) „Sportfreunde Katernberg 1913“. Admira Villach, Carinthia und die Kärntner Damen haben heute verloren (den halben Punkt für die Damen, die sich morgen gegen Norwegen 3 Einiges ausrechnen, brachte Helga Stangl ins Trockene). ASKÖ Finkenstein erreichte ein 2:2-Remis gegen Norwegen 4.
Nach den knappen Ergebnissen und der Dank der Auslosung Zuspitzung der Ereignisse, war es am Abend des vierten Spieltages an der Zeit für ein weiteres Highlight im Rahmenprogramm. Ihr Berichterstatter hat ja schon so manches Buffet erlebt—aber die Begeisterung für die Kärntner „Kasnudeln“ sprengte alle Grenzen. Mit wachsender Sorge hatten die Veranstalter bereits
seit Sonntag die exponential steigenden Anmeldezahlen für das Buffet beobachtet, und wirklich war das Rondeau im Casino bis zum letzten Platz gefüllt. 900 Exemplare dieser traditionellen Speise waren angeblich vorbereitet worden – und während der Kulinarik Kundige noch heftig diskutierten, ob denn nun Basilikum in die Topfen-Kartoffel-Fülle hineingehört oder nicht, waren die Studienobjekte auch schon vergriffen. Zum Glück gab es noch Steinpilzravioli. Den Gästen hat es geschmeckt und während sich die russischen Spieler wahrscheinlich schon in ihrem Hotel auf Hölzl, Danner & Co. vorbereiteten, ließen ebendiese den Abend noch – ziemlich österreichisch eben – gemütlich ausklingen.
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GM Markus Ragger kommentiert die Partie des Tages
Dienstag, 7. April 2009Rundenbericht - Runde 3Autor: (F.R.), presse@schachportal.at
Kampfeslustiger als am Tag zuvor verlief am Dienstag die 3. Runde. Russland, mit vier Großmeistern, besiegte Italien mit 4:0 und lacht mit 6 Punkten von der Tabellenspitze. Nur noch zwei weitere Teams halten beim Punktemaximum: Österreich und Deutschland. Die österreichischen Senioren, bei denen der Veldener Lokalmatador IM Franz Hölzl am Spitzenbrett erstmals ins Geschehen eingriff und ein Remis gegen den ehemaligen Fernschachweltmeister Friedrich Baumbach erreichte, besiegten eine Berliner Auswahl mit 3,5:0,5 Punkten. Deutschland hatte gegen die bisher führenden Katalanen mit 2,5:1,5 Punkten den längeren Atem. Morgen geht’s für Österreich gegen den Nachbarn und Titelverteidiger Tschechien, eine weitere Spitzenpaarung lautet Russland gegen Deutschland.

Bildunterschrift: Die vier russischen Großmeister nachdenklich bei Matchbeginn gegen Italien (von rechts nach links: Vitaly Tseshkovsky, Evgeni Vasiukov, Nikolai Pushkov und Oleg Chernikov).
Zwei hohe Siege erzielten die Teams Carinthia und Kärnten. Vorbei war es in der dritten Runde aber mit dem Höhenflug der Villacher Admira. Bergen, Turian, Hasberger und Kummer wurden von den Finnen mit 4:0 gestoppt. Das Derby der Kärntner Damen gegen den ASKÖ Finkenstein entschieden Gallob & Co. für sich.
Nach drei Runden halten nur sechs Spieler bei drei Punkten und 100 Prozent, darunter die beiden Elo-stärksten Spieler des Turniers, GM Vitaly Tseshkovsky aus Russland und GM Viktor Kortschnoi (Schweiz). Mithalten können als einziger IM der Österreicher Georg Danner, sowie die Großmeister Orestes Rodriguez Vargas (Katalonien),Vlastimil Janša (Tschechien) und Oleg Chernikov (Russland).
Über das Rahmenprogramm hört man in Velden, dass es gut ankommt. Die Schifffahrt am Wörthersee war bei strahlendem Wetter ausgebucht und nur die Kärntner haben sich mit Schaudern daran erinnert, dass es vor einer Woche noch heftig geschneit hat (kein Aprilscherz!). Das „Kasnudel-Essen“ am Mittwochabend verspricht auch ungeahnte Genüsse – und dazwischen lag die Vernissage des Kunstvereins Velden. Die Mehrheit der Schachspieler war zwar im Hotel bei der Vorbereitung auf die nächste Partie, aber zahlreiche Kunstinteressierte und Einheimische lauschten dem Vortrag von Obfrau Dr. Gerda Madl Kren über die Darstellung von Schach in der Kunst. Und umgekehrt: Mittels einer Media-Schau legte sie die kunstvolle Entwicklung der Schachfiguren in den verschiedenen Kulturen fachkundig dar. Die Ausstellung mit Werken der Kunstvereinsmitglieder zum Thema „Spiel der Könige“ ist übrigens während der Spielzeiten im Casineum zu bewundern.




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Montag, 6. April 2009Rundenbericht - Runde 2Autor: (F.R.), presse@schachportal.at
Bei der 11. Europäischen Senioren-Mannschaftsmeisterschaft im Schach haben von den 54 teilnehmenden Mannschaften zehn Teams noch keinen Matchpunkt abgegeben. Auf allen vier Brettern gewinnen konnten aber deutlich weniger Mannschaften als noch in Runde 1. 4:0 gewann zum Beispiel Österreich gegen die Auswahl von Niederösterreich, oder Kärnten I (Thomas Bürger, Heimo Töfferl, Leo Puff und Gerhard Raschun) gegen Berlin/DBAG. Zu-Null gewannen am Montag auch die Katalanen, die die Tabelle anführen. Russland und die Schweiz teilen sich Platz zwei. Viktor Kortschnoi hatte auf Brett 1 der Schweiz gegen Leo Kwatschewsky (Wien II) im Endspiel einen Mehrbauern, der ihm letztlich den Sieg brachte.
Aus Kärntner Sicht erfreulich ist die Performance von Admira Villach. Nach dem Erstrundenremis gegen Katernberg besiegten Peter Bergen, Hans Turian, Waldemar Grom und Heinz Kummer in Runde 2 USV Halle mit 2,5:1,5 und liegen in der Tabelle auf Platz 16. Morgen kommt es zum Prestigeduell ASKÖ Finkenstein gegen die Kärntner Damen. An der Spitze werden die russischen Senioren auf Italien treffen. Spielbegin im Casineum ist 9.30 Uhr.
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Sonntag, 5. April 2009Rundenbericht - Runde 1Autor: (F.R.), presse@schachportal.at
Anreise der Spieler aus der näheren oder auch weiteren Umgebung, Mannschaftsführertreffen mit der Bereinigung von letzten Unklarheiten, die offizielle Eröffnung mit Reden und Musik, Erläuterungen des Schiedsrichters – und dann endlich: der erste Zug. Die 11. Europäische Senioren-Mannschaftsmeisterschaft kommt in Fahrt.
Aber noch gilt es, das eine oder andere Hindernis zu überwinden: Von den 108 Uhren im Saal geht ausgerechnet jene am Brett von Viktor Kortschnoi und Horst Watzka nicht, die Spitzenteams können sich nicht so recht über das herrliche Kaiserwetter und den Blick über die Veldener Bucht an diesem Palmsonntag freuen, denn wo sie sitzen, scheint die Sonne unbarmherzig durch die Scheibe, und nicht zuletzt glauben auch einige Teilnehmer, einen leichten Punkt einfahren zu können – aber das Handy, das mehrmals klingelt, gehört dem Kameramann des ORF und nicht dem Gegner.
Danach wird es ruhiger im Saal, aber umso lebhafter auf den Brettern. Titelverteidiger Tschechien gibt sich gegen das Team Kärnten I keine Blöße, auch Russland gewinnt gegen die Oranjes alle Partien. Es gibt weitere sieben 4:0-Erfolge, die aber auch nicht mehr als zwei Matchpunkte bringen. Dem Schweizer System in der ersten Runde ein Schnippchen schlagen können die Admiraner aus Villach, die gegen die auf allen Brettern weit Elo-stärkeren Spieler von SF Katernberg 1913 ein 2:2-Unentschieden erreichen, übrigens auch wie USV Halle gegen Finnland. Bei den Finnen kann nur GM Heikki Westerinen seine Partie gewinnen.
In der zweiten Runde bekommt es Deutschland mit Sachsen-Anhalt zu tun, Finkenstein mit der Türkei, oder etwa Italien mit Niedersachsen. Die Begleiter und Ersatzspieler werden wohl die Gelegenheit nützen und mit Kapitän Didi eine Schifffahrt auf dem Wörthersee unternehmen.
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Sonntag, 5. April 2009„Velden is back in the world of chess!“Autor: (F.R.), presse@schachportal.at

Mit diesen Worten eröffnete der Präsident der Europäischen Schachunion (ECU), Boris Kutin, die 11. Europäische Senioren-Mannschaftsmeisterschaft in Velden am Wörthersee. Kutin, eigens von einer ECU-Sitzung aus Bled angereist, erinnerte an die Tradition des Tourismusgemeinde in Sachen Schach, nämlich an die Kandidatenwettkämpfe vor dreißig Jahren (Smyslow-Hübner, Kortschnoi-Petrosjan). Der Präsident des Österreichischen Schachbundes (ÖSB), Kurt Jungwirth, begrüßte auch gleich einen der Angesprochenen: Viktor Kortschnoi, der in Runde eins mit seinem Schweizer Team auf die Steiermark traf. Applaus im zum Bersten gefüllten Casineum - nicht nur für „Viktor, den Schrecklichen“, sondern auch für Jungwirth, der heute als ÖSB-Präsident bestätigt wurde.
Die 254 Teilnehmer und Teilnehmerinnen samt Anhang wurden auch von Bürgermeister Ferdinand Vouk herzlich in Velden willkommen geheißen. Vouk strich die treibende Kraft hinter den Schachveranstaltungen in Velden hervor: IM Franz Hölzl, der von Vouk gleich zum „Großmeister“ befördert wurde. Grußworte in Vertretung des Kärntner Landeshauptmannes Gerhard Dörfler sprach Nationalratsabgeordneter Maximilian Linder, ans Mikrofon traten auch der Landtagsabgeordnete Manfred Ebner in Vertretung von Landeshauptmannstellvertreter Reinhart Rohr, sowie „Hausherr“ Wilfried Pucher vom Casino, der die zahlreichen skandinavischen Teilnehmer auch auf Schwedisch begrüßte.
Nicht zu vergessen „Moderator“ Friedrich Knapp – und für den musikalischen Rahmen sorgte die Tamburizzagruppe aus Latschach/ Loče. Und dann ging’s auch schon los….
Donnerstag, 2. April 2009 Kärnten wieder im EM-Fieber: Nach Fussball diesmal Schach!Autoren: (F.R./I.L.), presse@schachportal.at
Nicht einmal ein Jahr ist es her, dass die Fußball-Europameisterschaft in Kärnten zu Gast war. Und schon wieder findet eine Europameisterschaft in Kärnten statt: Vom 5. bis 13. April kämpfen auf den 64 Feldern des Schachbretts Senioren aus ganz Europa um die EM-Siegerkrone 2009. Austragungsort der 11. Europäischen Senioren-Mannschaftsmeisterschaft im Schach ist das Casineum in Velden am Wörther See.
An der EM nehmen 54 Teams teil. Am Start sind nicht nur Länder- und Städteauswahlen, sondern auch Vereinsmannschaften aus ganz Europa. Zu den Favoriten gehören, wenig überraschend, Russland, Tschechien und Deutschland, den Star des Turniers stellt jedoch zweifellos die Schweiz mit Viktor Kortschnoi, dem zweifachen Vizeweltmeister, der nach fast drei Jahrzehnten - in Velden kämpfte er 1980 gegen Tigran Petrosjan um den Einzug ins WM-Halbfinale - wieder nach Kärnten zurückkehrt. Denkwürdig sind auch seine Zweikämpfe mit Anatoli Karpow um die Krone der Schachwelt (Baguio 1978, Meran 1981), die auch jeweils in einem politisch aufgeheizten Klima stattfanden. Wie bekannt, ist Kortschnoi 1976 aus der damaligen Sowjetunion emigriert.
Das Turnier wird am Palmsonntag um 14:00 Uhr vom Präsidenten der Europäischen Schachunion (ECU) Boris Kutin im Casineum in Velden eröffnet. Danach folgt die 1. Runde. Gespielt wird nach dem Schweizer System mit Vierermannschaften, Rundenbeginn ist täglich um 9:30 Uhr.
Zuschauer sind natürlich erwünscht, zusätzlich ist auch eine Kunstausstellung zum Thema “Das Spiel der Könige” zu sehen.












